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    24.11.2003 ( Lippische Landeszeitung )

    Schwalenberger SCATT-Anlage entging knapp dem Virus-Infekt
    Gastgebende Schützen unterlagen Detmoldern beim Vergleichsschießen
    Schwalenberg (ole). Wenn im Rathaussaal geschossen wird, muss es sich nicht zwangsläufig um einen Putschversuch handeln und auch das Mobiliar muss dabei nicht zu Bruch gehen. Das zeigte sich beim Vergleichsschießen zwischen der Schwalenberger Schützengesellschaft und der Detmolder A-Kompanie. Denn die neue "Scatt-Anlage" arbeitet mit einem Laserstrahl.

    Große und kleine Sieger:Beim Vergleichsschießen mit der Detmolder A-Kompanie unterlagen die Schwalenberger Schützen knapp in der Gesamtwertung. Das Foto zeigt die Einzelsieger und die drei Kinder, die beim Luftballonwettbewerb während des Kinderschützenfestes gewannen.
    Foto: Humke












    Auch die Gäste der Detmolder A Kompanie waren sichtlich begeistert von dieser Technik. Hauptmann John Carell: "Wir überlegen schon wie wir eine solche Anlage finanzieren könnten." Die Anlage der Schwalenberger finanzierte die Volksbank Ost-Lippe. Joachim Bress vom Vorstand des Kreditinstitutes überreichte am Samstag im Rahmen des Vergleichsschießens einen Scheck über 1000 Euro.
    Anschließend traten der Vorstand und das Königsrott des Schützenvereins Schwalenberg gegen die A-Kompanie der Schützengesellschaft Detmold an. Die Schwalenberger wollten den im vergangenen Jahr gewonnenen Pokal verteidigen. Doch es sollte anders kommen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung siegten die Detmolder, deren Schnitt bei 26,43 Ring gegenüber 26,22 Ring bei den Gastgebern lag. Da hatte Hauptmann Carell gut Lachen: "Wenn wir den Pokal nicht gewonnen hätten, hättet ihr jetzt garantiert einen Computervirus." Die besondere Verbundenheit der Detmolder nach Südostlippe zeigte sich auch durch die Anwesenheit von Otto Lukas. Der 95-jährige Detmolder Schützenbruder ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, mit nach Schwalenberg zu reisen.
    Schwalenbergs Vorsitzender Heinz-Jürgen Ridder gab die besten Einzelschützinnen und -schützen bekannt. Bei den Damen erreichte Manuela Pohl aus Detmold 28,5 Ring. Auf Platz zwei folgte Renate Schlemmer aus Schwalenberg mit 28,4 Ring vor Petra Gronemeier aus Detmold mit 28,3 Ring. Bei den Herren setzte sich Andre Neuhäuser aus Schwalenberg mit 30,8 Ring vor Martin Spieß aus Detmold mit 30,7 Ring und Sven Ridder aus Schwalenberg mit 30,3 Ring durch.
    Für den ordnungsgemäßen Ablauf des Vergleichsschießen sorgte die Schießwarte Markus Rohde und Friedrich Tölle. Dirk Stichnothe kümmerte sich um die Arbeiten am Computer.
    Auch auf die Kinder wartete eine Überraschung. Wer hatte den Luftballonwettbewerb vom Kinderschützenfest gewonnen? Am weitesten flog der Ballon von Melina Pellmann, der 565 Kilometer entfernt in Dänemark landete. Dominik Nikoleiskis Ballon reiste 462 Kilometer weit, der von Janice Neuhäuser 384 Kilometer. Die Gewinner erhielten Geldgutscheine.

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