07.07.2004 ( Lippische Landeszeitung )
Fünf Mal den König gestellt
Scharfschützenrott feierte in Schwalenberg 40-jähriges Bestehen
Schieder-Schwalenberg (uz). In Erinnerungen schwelgen konnte das Scharfschützen-Rott der Schwalenberger Schützengesellschaft. Zur Feier
anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Rotts hatte sich eine Gruppe des Spielmannszuges Rischenau, die sonst nicht mehr aktiv ist, die Uniform noch einmal übergezogen.
Unter der Leitung des
Ehrenvorsitzenden und Tambourmajors Heinrich Soll waren die Musiker nach Schwalenberg gekommen. Sie hatten die Gründung des neuen Rotts vor 40 Jahren miterlebt.
"In unseren besten Zeiten hatten wir 42
Schützen im Rott", erinnerte sich Rottführer Günter Grytz. "Aber die magischen 50 haben wir leider nie erreicht. Doch auf etwas anderes können wir stolz sein: In den vergangenen vier Jahrzehnten haben
wir fünf Mal den König gestellt. Dass auch der amtierende König aus unserem Rott kommt, ist sozusagen die Krönung unserer Geburtstagsfeier."
Eine große Fotoausstellung, mit vielen Zeitungsartikeln
ergänzt, bot allen Gästen Gelegenheit, die Entwicklung der Scharfschützen nachzuvollziehen. "Wenn Ihr zu den Bildern noch Fragen habt, dann kann das Werner Durgeloh erklären, und zwar bis auf den letzten
Pixel. Er hat die Bildtafeln zusammengestellt", meinte Grytz.
Als Rottführer konnte er vier noch aktive Gründungsmitglieder ehren. Willi Köhring, Christian Müller, Werner Durgeloh und den amtierenden
König Heinz-Jürgen Ridder bat er nach vorn und überreichte seinen Schützenbrüdern etwas "Prickelndes". "Selbst kann ich mich schlecht nach vorne bitten", meinte Grytz, "aber selbst
nehmen kann ich mir die Flasche schon." Begleitet vom Lachen der Schützen reihte er sich in die Vierer-Gruppe ein. Er ist das fünfte noch aktive Gründungsmitglied.